Zertifikat Sprachbildung und DaFZ (Deutsch als Fremd- und Zweitsprache)

Lehrveranstaltungen WS 2016/17

Einführungsveranstaltung für alle zugelassenen TeilnehmerInnen des Zertifikats

Montag, 24.10.2016, 18-20 Uhr

Raum: B013

In dieser obligatorischen Veranstaltung möchten wir Sie über den genauen Ablauf des Zertifikats informieren. Gleichzeitig bekommen Sie hier auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.

 

Grundlagen der deutschen Linguistik für Studierende eines nicht-philologischen Faches

Dozentin: Dr. Kerstin Kallass

Blockseminar: Freitag 28.10.16, 04.11.16, 11.11.16, jew. 14-18h

Raum: A213

Das Seminar behandelt Grundlagen der deutschen Linguistik im Hinblick auf die Vermittlung und den Erwerb von Deutsch als Erst-, Zweit- oder Fremdsprache. Insbesondere sollen die TeilnehmerInnen Kenntnisse in der sprachwissenschaftlichen Terminologie erlangen. Vermittelt werden weiterhin Grundzüge von Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Lexikographie ebenso wie Grundlagen wissenschaftlicher und didaktischer Grammatiken. Dabei werden auch Erkenntnisse zum Deutschen als Zweit- bzw. Fremdsprache miteinbezogen.

Ziel des Seminars ist der Erwerb linguistischer Grundlagenkenntnisse, ohne die eine Auseinandersetzung mit Spracherwerbsprozessen insbesondere im zweit- bzw. fremdsprachlichen Kontext nicht möglich ist. Als Grundlagenwerk dient Graefen, Gabriele/Liedke, Martina (2012): Germanistische Sprachwissenschaft. Deutsch als Erst-, Zweit- und Fremdsprache. 2. überarbeitete Auflage. Tübingen/Basel: Francke Verlag.

Das Seminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden eines nicht-philologisches Faches.
Studierende philologischer Fächer, die Ihre Kenntnisse der deutschen Sprachwissenschaft auffrischen möchten, können gerne an der Veranstaltung teilnehmen.

 

 

Einführung in Spracherwerbsprozesse in Erst-, Zweit- und Fremdsprache

Dozentin: Rebecca Nowak M.A.

Wöchentliches Seminar: montags 18-20h (Beginn 07.11.2016)

Raum: F414

Während die Muttersprache von Geburt an in der alltäglichen Kommunikation erworben wird, erfolgt die Aneignung einer Fremdsprache überwiegend im Unterricht. Der Zweitspracherwerb hingegen erfolgt vornehmlich ungesteuert. Durch zunehmende Angebote an Bildungseinrichtungen, wie Förderklassen und Willkommensklassen, handelt es sich auch hier vermehrt um gesteuerte Erwerbsprozesse.

In dem Seminar werden Spracherwerbshypothesen sowie die einzelnen und unterschiedlichen Erwerbsprozesse (Schriftsprach-, Grammatik- und Wortschatzerwerb) in Hinblick auf den jeweiligen Erwerbskontext thematisiert. Die hier erworbenen Kenntnisse sind notwendig, um geeignete didaktische und methodische Optionen zum Unterrichten der Sprache Deutsch auswählen zu können.

 

 

Mehrsprachigkeit und Heterogenität in der Schule

Dozent: Magnus Frank (Universität Halle-Wittenberg)

Blockseminar: Freitag 27.01.17, 03.02.17, 04.02.17, jew. 14-18h

Raum: A213

In diesem Seminar werden Ursachen der Bildungsbenachteiligung in Hinblick auf Mehrsprachigkeit sowie die daraus resultierenden Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer thematisiert. Diskutiert werden sprachliche und soziale Phänomen in einer mehrsprachigen Gesellschaft, wie z.B. Bildungsungleichheit und Mehrsprachigkeit, Ursachen von Bildungsbenachteiligung, Bedeutung der familiären/außerschulische Kommunikationspraxis, Unterrichtsplanung und Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit.

 

 

Interkulturalität und Unterricht

Dozentin: Dr. Heike Rettig

Wöchentliches Seminar: freitags 10-12h, Raum E413 (Beginn 18.11.2016)

Zwei Blockveranstaltungen: Freitag 13.01.17, 10-14h, Raum E113 und Freitag 20.01.17, 10-14h, Raum F314 (genaue Daten siehe unten)

Immer, wenn Angehörige verschiedener Kulturen direkt miteinander in Kontakt treten, findet „interkulturelle Kommunikation“ statt – also auch im schulischen Unterricht, wenn SchülerInnen und Lehrkräfte verschiedener kultureller Herkunft miteinander und untereinander interagieren. Menschen gehen i.d.R. mit ihren kulturgebundenen „Normalitäts­erwartungen“ in solche interkulturellen Situationen hinein und diese unter­schiedliche Erwartungen sind häufig Ursache für Missverständnisse, negative Bewertun­gen des Anderen und nicht-erfolgreiche Kommunikationsverläufe. Wir wollen deshalb zunächst fragen, worin sich Angehörige verschiedener Kulturen im Bereich Kommunika­tion überhaupt unterscheiden können und exemplarische Ergebnisse kulturvergleichen­der und interaktionaler, empirisch-linguistischer Forschung kennenlernen. Hier sind verschiedene zentrale Bereiche untersucht worden wie z.B. Anrede- und Grußverhalten, Gesprächsorganisation, Höflichkeit und Face-Arbeit, Umgang mit Komplimenten oder Kritik, Schweigeverhalten, Zuhörgewohnheiten, Tabuthemen und kulturgebundenes nonverbales Ausdrucksverhalten oder kommunikative Gattungen. Darauf aufbauen wol­len wir fragen, worin „Interkulturelle Kompetenz“ besteht und wie man diese erwerben bzw. fördern  kann. Hier sollen auch  im Seminar Methoden des „interkulturellen Trai­nings“ erkundet und gemeinsam ausprobiert werden, die sich für den Schulkontext eig­nen sowie exemplarisch Konzepte des „interkulturellen Lernens“ in der Schule vorge­stellt werden.

bfbf



Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1605 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ein Projekt der Universität Koblenz Landau